Sven Nickel

 "Die drei fränkischen 'B' - Berater, Baba.. und Bürgermeister?"

Zum Zeitpunkt der Wahl in Rieneck am 15.03.2020 werde ich genau 40 Jahre alt sein. Bis dahin habe ich bereits einiges gemacht und erlebt - und trotzdem möchte ich wieder ein neues Kapitel meines Lebens aufschlagen.

Schule und Ausbildung

Geboren wurde ich am 06.10.1979 in Lohr am Main und verbrachte meine komplette Kindheit und Jugend als "de klää Räffejock" in Rieneck, wo ich auch den Kindergarten und die Grundschule besuchte.

Nach meiner Realschulzeit in Gemünden folgte die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der heutigen Raiffeisenbank Main-Spessart eG, die ich erfolgreich abschloss. Die Zeit als Angestellter dort wurde durch eine interessante berufliche Episode unterbrochen, die ich nicht missen möchte: Meine Zeit bei der Bundeswehr.

Bundeswehr, Angestelltenverhältnis und die beste Frau der Welt

Knapp zwei Jahre war ich am Standort Ebern eingesetzt, wobei mich ein Auslandseinsatz im Rahmen der Friedenssicherungsmission SFOR für sechs Monate nach Bosnien-Herzegowina führte. Die Erlebnisse in dieser Zeit waren eindrücklich und spannend und die Tätigkeit aus damaliger wie heutiger Sicht sinnvoll und richtig. Und außerdem dürfte ich seither Panzer fahren... wenn ich einen hätte.

Wieder zurück in Deutschland war ich noch einige Zeit bei der Raiffeisenbank Main-Spessart tätig und absolvierte eine Weiterbildung zum Bankfachwirt (IHK), bevor ich den Arbeitgeber wechselte und im weiteren Verlauf bei Großbanken und deren Tochterunternehmen tätig war, sowohl als Mitarbeiter im Privatkundengeschäft als auch als Führungskraft. Auch geographisch kam ich zu dieser Zeit zumindest etwas rum und wohnte / arbeitete sowohl in Ingolstadt, Bamberg und Aschaffenburg. Die letzte Station meiner angestellten Tätigkeit war die norisbank, Tochtergesellschaft der Deutschen Bank.

In dieser Zeit lernte ich auch meine Frau Kerstin kennen, welche ich leichterhand davon überzeugen konnte, aus dem beschaulichen Rengersbrunn in "die Stoadt" zu ziehen. Der Kulturschock blieb überschaubar. Seit 2008 leben wir nun gemeinsam in Rieneck.


Selbständigkeit, Heirat und die besten Kids der Welt

Die Jahre in wilder Ehe wurden durch die Heirat im Jahr 2009 offiziell beendet und wir waren die ersten Rienecker der "Neuzeit", die sich im Rittersaal der Burg Rieneck das Ja-Wort gaben. Im Jahr 2011 wagte ich aus der Festanstellung heraus den Sprung in die Selbständigkeit und habe es bisher an den wenigsten Tagen bereut. Als Unternehmensberater, Trainer und Coach bin ich mittlerweile bei vielen großen und namhaften Unternehmen gerne gesehen und hierdurch gut ausgelastet. Im Gegensatz zur klassischen Unternehmensberatung geht es bei mir / uns nicht um Kostensenkungsprogramme und Rationalisierung, sondern um die Entwicklung von Führungskräften, Etablierung von Unternehmensprozessen und die Steigerung von Vertriebsergebnissen. 

Privat wurde 2013 und 2016 unser Glück komplett. Erik und Alisa stellen seitdem unser Leben mal mehr, mal weniger auf den Kopf... und das ist auch gut so. Auch die beiden Zwerge sind der Grund dafür, weshalb ich in meiner Heimatstadt das Geschehen aktiv gestalten möchte.


Einblick und Ausblick

Während ich diese Zeilen schreibe, sind meine Tage prall gefüllt mit Terminen und es gibt viel zu tun. Neben meiner eigentlichen geschäftlichen Tätigkeit gibt es ja noch die Geschäftsführertätigkeit für die "Laden Rieneck UG", mit der wir am Ort die letzte vollumfängliche Einkaufsmöglichkeit geschaffen haben. Ebenso wie die weiteren Geschäftsführer, die Beiräte und die Anteilseigner bin ich wahnsinnig stolz auf das Erreichte.

Zudem fordert auch die Bürgermeisterkandidatur einiges an Zeit und so muss ich aufpassen, dass die Familie nicht zu kurz kommt. Es überwiegt bei allen Belastungen die Freude an der Arbeit bei weitem.

Für diese Bürgermeisterkandidatur habe ich im Vorfeld im Winter 2019 die Entscheidung getroffen, meine selbständige Tätigkeit aufzugeben und im Falle eines Wahlsieges und einer entsprechenden Einarbeitung in einer regionalen Teilzeitbeschäftigung tätig zu sein. Das es gerade um den Wahltag und um die ersten Tage, Wochen und Monate im Amt eine große Herausforderung für mich sein wird, alles unter einen Hut zu bringen, ist mir bewusst. Ich möchte allerdings von Beginn an mit offenen Karten spielen und bin mir sicher, dass diese Entscheidung für das Amt von großem Nutzen sein wird.